
Egal, ob Eigenheim oder Wolkenkratzer, ein solches Bauwerk erfordert bis zur Fertigstellung zahlreiche komplexe Vorgänge, die aufeinander abgestimmt werden müssen. Es beginnt schon mit dem Grundstück. Wie groß muss es sein? Ist es überhaupt dafür geeignet, bebaut zu werden? Ist das Areal als baureif deklariert? Die Finanzierung des Gebäudes sollte als nächstes geklärt werden. Dann muss ein Architekt die Ideen des Bauherrn in einen Plan umsetzen. Dabei ist zu beachten, dass die Gemeinden für die Gestaltung eines Hauses etliche Bestimmungen vorschreiben. Der Plan muss bei den zuständigen Behörden eingereicht und von diesen genehmigt werden. Eine Menge Papierkram ist zu erledigen, bis man endlich die Baugenehmigung in Händen hält.
Sie sehen alleine schon an diesem Beispiel, dass die Errichtung eines Gebäudes eigentlich nichts für Laien ist. Bei großen Wohnkomplexen spielt das keine Rolle, hier sind sowieso nur Profis am Werk. Aber beim kleinen Häuschen im Grünen ist der Bauherr in der Regel mit der ganzen Problematik kaum vertraut. Umso wichtiger ist es, dass er sich Rat bei Fachleuten einholt. Eine gute Idee ist es auch, Freunde und Bekannte, die bereits ein Eigenheim besitzen, nach ihren Erfahrungen zu fragen. Bei der Finanzierung sollte man am besten einen unabhängigen Spezialisten konsultieren. Zumindest sollte man sich Angebote von mehreren Geldinstituten vorlegen lassen und nicht unbedingt nur der Hausbank vertrauen.
Vergessen Sie nicht die Baunebenkosten, die einen zweistelligen Prozentsatz der eigentlichen Baukosten ausmachen können. Auch die Erschließungskosten (Wasser, Strom, Straßenbau) müssen berücksichtigt werden. Bevor Sie sich für einen bestimmten Bauunternehmer entscheiden, sollten Sie einige der Objekte ansehen, die bisher unter seiner Regie errichtet wurden. Fragen Sie, wenn möglich, die Eigentümer, ob sie mit dem Unternehmen zufrieden waren. Vereinbaren Sie schriftlich Art und Umfang der auszuführenden Arbeiten, und setzen Sie Termine. Auch eine eventuelle Eigenleistung sollte dabei genau festgehalten werden.
Sollte es nach der Fertigstellung Mängel geben, so reklamieren Sie diese schriftlich. Dokumentieren Sie die Mängel durch Fotos und Zeugen. Scheuen Sie sich nicht, notfalls einen Sachverständigen zuzuziehen. Setzen Sie Fristen für die Behebung der Mängel. Drohen Sie notfalls auch mit Schadenersatzansprüchen. Das kann die Mängelbeseitigung erheblich beschleunigen.
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